Zuletzt aktualisiert: · Von Klaus Weber · Mit Quellen belegt
Die Säkerhetspolisen, umgangssprachlich Säpo, ist der Sicherheitsdienst Schwedens. Seit dem 1. Januar 2015 ist sie eine eigenständige Behörde – und eine von nur zwei Polizeibehörden des Landes.[1] Ihre Beamten sind Polizisten im Sinne des Polizeigesetzes.[5] Schweden gehört damit zu den Staaten, in denen Nachrichtendienst und Polizei in einer Behörde liegen. Dieses Porträt stützt sich auf das schwedische Polizeigesetz und die Angaben der Säpo.
Das Wichtigste in Kürze
- Ursprung 1914, seit 2015 eigenständige Behörde.[1]
- Polizeibehörde: Polizeiarbeit leisten in Schweden die Polizeibehörde und die Säpo.[1][5]
- Rund 2.000 Beschäftigte, die meisten am Hauptsitz in Solna.[3]
Aufgaben und Befugnisse
Nach dem Polizeigesetz wird Polizeiarbeit in Schweden von der Polizeibehörde und der Säkerhetspolisen geleistet; Polizeibeamte sind Bedienstete einer der beiden Behörden.[5] Die Säpo soll Straftaten gegen die Sicherheit des Reiches und Terrorstraftaten verhindern und aufdecken und die zentrale Staatsführung schützen.[5][6] Ihre Anweisung beschreibt sie als Sicherheitsdienst, der Nachrichten- und Sicherheitsarbeit leistet; sie erwähnt auch Ermittlungsverfahren.[4]
Kontrolle
Die Säpo ist eine Behörde unter der Regierung, die sie über Anweisung, jährliche Vorgaben und Haushaltsmittel steuert. Kontrolliert wird sie von den Parlamentsombudsleuten (JO), dem Justizkanzler, dem Rechnungshof und der Behörde für Sicherheit und Integritätsschutz. Seit 2015 gibt es zudem einen Einsichtsrat mit Vertretern aller Reichstagsparteien, der aber nichts entscheidet.[2]
Geschichte
Der Ursprung liegt 1914, als beim Generalstab ein erstes Büro für diese Aufgaben gebildet wurde. Am 1. Oktober 1989 erhielt die Säpo einen eigenen Generaldirektor, blieb aber Teil der Reichspolizeibehörde. Am 1. Januar 2015 wurde sie eigenständig; Auftrag und Befugnisse blieben nach eigener Darstellung dieselben.[1]
Leitung und Personal
Charlotte von Essen ist seit 1. Oktober 2021 Sicherheitspolizeichefin und Leiterin der Behörde.[7] Die Säpo hat rund 2.000 Beschäftigte; Hauptsitz ist Solna, dazu kommen sechs Regionalbüros.[3]
Einordnung
Schweden folgt wie Dänemark und Norwegen dem skandinavischen Modell eines Sicherheitsdienstes als Polizei. Mehr dazu im Beitrag Inlandsnachrichtendienste im Vergleich.
Häufige Fragen
Was ist Säpo?
Die Säkerhetspolisen, umgangssprachlich Säpo, ist der Sicherheitsdienst Schwedens. Seit dem 1. Januar 2015 ist sie eine eigenständige Behörde – und eine von nur zwei Polizeibehörden des Landes. Ihre Beamten sind Polizisten im Sinne des Polizeigesetzes.[1][5]
Wer kontrolliert Säpo?
Die Säpo ist eine Behörde unter der Regierung, die sie über Anweisung, jährliche Vorgaben und Haushaltsmittel steuert. Kontrolliert wird sie von den Parlamentsombudsleuten (JO), dem Justizkanzler, dem Rechnungshof und der Behörde für Sicherheit und Integritätsschutz.[2][2]
Zum Weiterlesen
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Quellen
- Säkerhetspolisen: Vår historia. Abgerufen am 14.10.2026.
- Säkerhetspolisen: Styrning och uppföljning. Abgerufen am 14.10.2026.
- Säkerhetspolisen: Organisation. Abgerufen am 14.10.2026.
- Sveriges riksdag: Förordning (2022:1719) med instruktion för Säkerhetspolisen. Abgerufen am 14.10.2026.
- Sveriges riksdag: Polislag (1984:387). Abgerufen am 14.10.2026.
- Säkerhetspolisen: Om Säkerhetspolisen. Abgerufen am 14.10.2026.
- Säkerhetspolisen: Säkerhetspolischefen. Abgerufen am 14.10.2026.