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DGSE

Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE)

Die DGSE ist der französische Auslandsnachrichtendienst. Gründung 1982, fünf Hauptaufgaben, Unterstellung unter das Verteidigungsministerium, Leitung und Größe nach Angaben des Dienstes – mit Quellen.

Zuletzt aktualisiert: · Von Klaus Weber · Mit Quellen belegt

Die Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE) ist der Auslandsnachrichtendienst Frankreichs. Nach eigener Darstellung beschafft sie weltweit Informationen, um die Regierung zu unterrichten, erkennt und wehrt Bedrohungen für Frankreich und französische Staatsbürger außerhalb des Staatsgebiets ab und fördert und schützt die nationalen Interessen im Ausland – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch.[1] Dieses Porträt fasst zusammen, was der Dienst und das französische Recht selbst veröffentlicht haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gegründet am 2. April 1982 als Nachfolger des SDECE; sie untersteht dem Verteidigungsministerium (heute: Ministerium der Streitkräfte).[1][2]
  • Fünf Hauptaufgaben: Terrorabwehr, Proliferationsabwehr, Abwehr ausländischer Einflussnahme, Cyberabwehr, Vorhersage geopolitischer Krisen.[3]
  • Leitung: Nicolas Lerner, seit dem 9. Januar 2024.[1]
  • Größe: nach eigenen Angaben 7.200 Beschäftigte.[1]

Gründung und Stellung

Die DGSE wurde durch das Dekret Nr. 82-306 vom 2. April 1982 geschaffen und folgt auf den Dienst SDECE (Service de documentation extérieure et de contre-espionnage). Das Dekret stellt sie unter die Autorität eines Generaldirektors, der unmittelbar dem Verteidigungsminister untersteht und per Dekret im Ministerrat ernannt wird.[2] Heute ist die DGSE nach eigenen Angaben dem Ministerium der Streitkräfte zugeordnet; der Generaldirektor richtet seine Strategie nach den Vorgaben des Staatspräsidenten, des Premierministers, des Ministeriums der Streitkräfte und weiterer Regierungsmitglieder aus.[1] Die Organisation des Dienstes ist in einem Erlass vom 13. Juli 2022 geregelt.[1]

Aufgaben

Die DGSE nennt auf ihrer Internetseite fünf Hauptaufgaben:[3]

  • Terrorismusbekämpfung: Anschläge auf nationalem Gebiet und gegen französische Interessen im Ausland verhindern.
  • Verhinderung der Proliferation: Beschaffungsnetzwerke für Waffen und Ströme doppelt nutzbarer Güter erkennen.
  • Abwehr ausländischer Einflussnahme: feindliche Akteure, ihre Ziele und Methoden erkennen, um Destabilisierung und Wirtschaftsspionage zu begrenzen.
  • Cyberabwehr: Urheber und Hintermänner von Cyberangriffen auf Frankreich identifizieren.
  • Vorhersage geopolitischer Krisen: Risiken politischer Instabilität früh erkennen.

Leitung und Größe

Generaldirektor ist seit dem 9. Januar 2024 Nicolas Lerner (geboren 1978).[1] Zur Größe nennt die Seite „Wer wir sind“ 7.200 Beschäftigte.[1] Eine ältere Darstellung der DGSE zum 40-jährigen Bestehen nennt dagegen mehr als 6.000 Beschäftigte; die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Zeitpunkten.[4] Zu Haushalt, Sitz und parlamentarischer Kontrolle liegen in den hier ausgewerteten Quellen keine Angaben vor. Wie die Kontrolle der deutschen Dienste beschrieben wird, erklärt der Beitrag Wer kontrolliert Nachrichtendienste? Einen Vergleich der Dienste verschiedener Länder gibt der Beitrag Was ist ein Nachrichtendienst? Fachbegriffe erklärt das Glossar.

Häufige Fragen

Was ist DGSE?

Die Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE) ist der Auslandsnachrichtendienst Frankreichs. Nach eigener Darstellung beschafft sie weltweit Informationen, um die Regierung zu unterrichten, erkennt und wehrt Bedrohungen für Frankreich und französische Staatsbürger außerhalb des Staatsgebiets ab und fördert und schützt die nationalen Interessen im Ausland – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch.[1]

Wann wurde die DGSE gegründet?

Die DGSE wurde durch das Dekret Nr. 82-306 vom 2. April 1982 geschaffen und folgt auf den Dienst SDECE (Service de documentation extérieure et de contre-espionnage). Das Dekret stellt sie unter die Autorität eines Generaldirektors, der unmittelbar dem Verteidigungsminister untersteht und per Dekret im Ministerrat ernannt wird.[2][1]

Zum Weiterlesen

Geschichte der Geheimdienste. Von den Pharaonen bis zum Cyberkrieg

EinstiegWolfgang Krieger · C.H.Beck, 4. Auflage 2026 – Die Geschichte der Nachrichtendienste weltweit, von der Antike bis in die Gegenwart.

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Quellen

  1. DGSE: Who are we? Abgerufen am 14.10.2026.
  2. Légifrance: Décret n° 82-306 du 2 avril 1982 portant création et fixant les attributions de la direction générale de la sécurité extérieure. Abgerufen am 14.10.2026.
  3. DGSE: Our missions. Abgerufen am 14.10.2026.
  4. DGSE: La DGSE fête ses 40 ans. Abgerufen am 14.10.2026.

Überblick: Französischer Geheimdienst: DGSE und DGSI im Überblick

Verwandte Dienste

  • VSSE – Veiligheid van de Staat / Sûreté de l'État (VSSE), Belgien
  • PET – Politiets Efterretningstjeneste (PET), Danish Security and Intelligence Service, Dänemark
  • BfV – Bundesamt für Verfassungsschutz, Deutschland
  • BND – Bundesnachrichtendienst, Deutschland
  • MAD – Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst, Deutschland
  • Supo – Suojelupoliisi (Supo), Finnish Security and Intelligence Service, Finnland